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Samstag, 26. Januar 2008

käfer für stockholm, filmfestival in göteborg

die schwedischen 'oscars' wuden verliehen. sie heißen dazulande GULDBAGGE, was mit ein wenig englisch- und deutschkenntnissen nicht schwer als GOLDKÄFER zu erkennen ist.
am 21. Januar wurden in stockholm die schwedischen filme des jahres 2007 ausgezeichnet.

außerdem startete gestern das größte filmfestival in skandinavien GÖTEBORG INTERNATIONAL FILMFESTIVAL . es ist das 31. und läuft noch bis zum 4.februar.
693 hingucker

Freitag, 31. August 2007

Schwedisches Verschwörungsfernsehen

Bei mir ist ja nicht viel mit Semeserferien und so. Und da nächste Woche mein erster Kusr am Filmhuset beginnt, "Swedish Film and Television Culture", nutze ich meine unbefangen unwissenschaftlichen empirischen Erkenntnisse, die ich in den letzten Wochen ersehen konnte, um ein paar wilde Thesen das schwedische Fernsehen betreffend in die WWelt zu tun.

These I:
Das schwedische Fernsehen (vermutlich das private, es sieht hier auch nach qualitativer Dualität aus) ist unterwandert von korrupten Programmmachern, die sich mit der Reklameindustrie gegen den Zuschauer und fuer den Kinsumenten verschworen haben.

Mit der Konkurrenz zwischen den Fernsehsendern 3-9 mit den einfallsreichen Namen 3,4,5,6,7,8 und 9, scheint es indes nicht weit her zu sein. Die Werbefachleute scheinen hier brueckenbauend Einfluss zu nehmen und schalten ihre Werbeblöcke senderuebergreifend zeitlich synchron. Damit schlagen sie zwei Fliegen mit einer Klappe:
1) Kein potenzieller Kunde entgeht der Werbebotschaft durch Wegzappen, Umschalten zwecklos!
2) das böse Zuschauer-in-der-Werbepause-des-anderen-abholen und von der gemeinen Laufkundschaft profitieren hat ein Ende!
Also muessen die Sender sich gar nicht die Zuschauer abluchsen, selten ist die Werbung hier anders als da oder da oder da. Ausserdem scheint wie bei uns hier viel Sendergekluegel unterwegs zu sein, irgendwie verschwägert muss man wohl sein, wenn man beim anderen vermeintlichen Konkurrenzsender Werbung schalten darf.

These II:
Keine Kinder ungefragt abbilden

Sobald Kinder fuer die Bebilderung eines Nachrichtentextes herhalten muessen, begeben sich Kameraleute gern in KiTas und auf Kinderspielplätze, so weit, so alt, keine kulturellen Differenzen. Nur äusserst auffällig sehen wir die Kleinen stets halsabwärts oder der Kamera abgewandt. Beliebt sind auch kleine Patschehändchen, die Spielzeug bearbeiten oder Details stolpernder Fuesse vor Klettergeruesten. Ist das in Deutschland auch so und es ist mir nur nie aufgefallen, oder kaschieren die in Deutschland das Raushalten von Kindergesichtern besser oder ist es tatsächlich unterschiedlich?

These III:
Die Schweden kaufen alles ein

Gut, das war nicht neu, und alles ist uebertrieben, aber wir befinden uns ja in einer Voraberkundung. Nur, wenn sie einkaufen, kaufen sie ganze Sendungen anstatt nur die Idee zu uebernehmen und ihr einen schlechten schwedischen Titel zu geben. Statt Swedens next Topmodel muessen wir hier das aus America ertragen, wobei die Schweden durchaus was zu bieten hätten, und einen schwedischen J. Leno scheint es auch nicht zu geben. (O.K. der Fairness halber es gibt Vem vill bli Miljonär?). Und das was amerikanisch ist, läuft auch auf amerikanisch mit schwedischen Untertiteln, was das Schwedisch lernen mittels Sprach-Bild-Medium nicht einfach macht, wie ich heute morgen feststellte. Das einzig taugliche Programm war der Prateitag der Centerpartiet, die Leichtathletik-WM in Osaka wäre noch eine Option gewesen, aber da reden die einfach zu wenig. Also schule ich mein Englisch hier gleich mit.

..to be continued /verfied/ falsified
3506 hingucker

Dienstag, 31. Juli 2007

"Tyskland, tyskland, över allt" ?!

So die Ueberschrift des Eidtorials der Bild & Blubba Ausgabe 2/2006, eine schwedische Zeitschrift fuer Comics.
Nun duerfte die Uebersetzung dieses Satzes nicht allzu schwer fallen, insbesondere nicht in Anbetracht meines Entsetzens darueber.
Tietelthema dieser Ausgabe war die deutschsprachige Comickultur. Gut, es gab historische Rueckblicke, auch wurde auf Matz Mainkas Buch “1928- Eine Hamburger geschichte” hingewiesen, das sich mit der "schweren Thematik" Nazism auseinandersetzt. Ansonsten lernen wir aber mehr ueber Fix und Foxi oder ueber Bildergeschichten von Wilhelm Busch, Ulf K. und Ralf König. Trotz meiner Verständnisschwierigkeiten und meinem bisher eher mangelndem Interesse an der Thematik Comic wird ein scheinbar umfangreiches Wissen ueber die Geschichte der deutschsprachigen Comickultur vermittelt, also einschliesslich Österreich und die deutschsprachige Schweiz.
Ähnlich ging es dem Autor des Editorials Frederik Strömberg, der mit seiner Ueberschrift auf die ihn selbst ueberraschende Qualität der Comics abzielte, dessen Sprache er als dritte Fremdsprache erlernte und sich bis zu dieser Bild & Blubba – Ausgabe fragte, warum.
Ist es ein deutsches Problem, auf diesen Satz allergisch zu reagieren? Meine tschechische Kommilitonin zumindest war ähnlich verdutzt. Oder sind die Zeiten der Sprachtabuisierung vorbei? Fuer meine Begriffe ist diese Ueberschrift völlig fehl am Platz, zumal die Herkunft des Ausspruchs mit der Thematik nichts zu tun hat. Ich bin ehrlich erstaunt ueber so wenig Sensibilität. Diese zumindest unterstell ich dem Autor, von bewusster Phrasenwahl ist in der auf den 12 weiteren Seiten nämlich nichts mehr zu erkennen.
Eher folgt ein Lobgesang auf deutschsprachige Comics, die "neues Gebiet betreten" und an denen Comicfans, die "herausgefordert" werden wollen, "nicht vorbei kommen" sollten.

EDIT: [04.08.07]
Nun, vielleicht sollte ich zumindest den Tip geben, das Tyskland Deutschland heisst.. da passt wieder der Hinweis auf ein grossartiges
schwedisch-englisch Onlinewörterbuch
558 hingucker

Freitag, 18. Mai 2007

Nationales Internet

- Warum ich die schwedischen Webseiten nicht mag.

Mein Schwedisch ist inzwischen fortgeschritten und ich kann den Inhalt von Zeitungsartikeln grob erfassen, in hellen Stunden gelingt es mir sogar, komplette Artikel zu verstehen. An mangelndem Sprachverständnis kann es also nicht liegen, dass ich die schwedischen Nachrichten-Websites nicht mag.
Einer Untersuchung des wissenschaftlichen Referats von Blockholm zufolge, gibt es nationale Unterschiede in der Gestaltung von deutschen und schwedischen Internetseiten. Gegenstand der vergleichenden Analyse waren Nachrichtenseiten wie Dagens Nyheter, Göteborgs Posten, Sveriges Television, Sveriges Radio gegen die Süddeutsche Zeitung, Spiegel Online, Tagesschau und Deutschlandradio. Nach meinem Kenntnisstand sind diese Medien vom Qualitätsniveau her durchaus vergleichbar. Es gelang mir festzustellen, dass die Schweden drei bis vier Spalten haben, wo deutsche Seiten mit entspannten zwei bis drei Spalten hinkommen. Vor allem aber sind die schwedischen Seiten anstrengend und unübersichtlich wegen ihrer ambivalenten Schriftgestaltung. Auf Dagens Nyheter haben die ersten Überschriften alle verschiedene Schriftgrößen. Schlimmer sind aber die überflüssigen visuellen Spielereien der Werbeanzeigen. Die deutschen Seiten strahlen fast meditative Ruhe aus gegen die krawalligen Pling-Pling Seiten der Skandinavier.
Finde ich das Klischee der aufgeräumten Deutschen hier wieder? Oder legen unsere Nachrichten-Schreiber mehr Wert auf optische Ruhe zur Konzentrationssteigerung beim Nachrichtenlesen? Oder sind die Werbebotschafter auf deutschen Seiten subtiler? Ich werde es im Auge behalten.. Jag ska ta mig en titt på det..

sueddeutsche vs. dagens nyheter
Süddeutsche.de vs. Dagens Nyheter
Wer sieht durch?
672 hingucker

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