Dienstag, 25. September 2007

Filmfestival Stockholm und Nobelpreis

Mann kann ja nun auch nicht nur immer studieren den ganzen Tag!



Also lege ich meine Zeit in Volontariate an.
Nummer eins: die Nobelpreisverleihung , was genau ich auf der Aftershowparty zu tun haben werde, weiß ich noch nicht, nur dass man mich in ein Kostüm stecken wird, vom dem noch nicht einmal einer das Thema weiß..
Nummer zwei und wesentlich intersanter und auch nicht so weit weg vom Filmwissenschaftsstudium: . Da kenn ich sogar meine Aufgaben: Guest Host sein, also Regisseur (aus sprachlichen Gründen anzunehmenderweise ein Deutscher) vom Flughafen abholen, Stadt zeigen, Schedule checken, unter Umständen dolmetschen wenn nötig, und seinen und ALLE anderen Filme ansehen, fürs Volontieren gibts nämlich einen Festival-Pass!! Da seh ich dann auch mal die großen Kinos von Innen, die ich mir sonst nie leisten könnte bei 9 Euro Grundpreis..
500 hingucker

Sonntag, 23. September 2007

Spiderpig versus Spiderschwein - ein Hoch aufs Original

Es ist zugegebenermaßen selten, dass ich einen Kinosaal verlasse, bevor der Film beendet ist. Doch diesem wollte ich es zeigen! Er hatte meine Anwesenheit bis zum Ende nicht verdient! Warum der ganze Kinosaal lachte, war mir ein Rätsel. Doch nicht nur mir, meine WG kann es bezeugen.
Der schwedischen Bevölkerungzahl ist es zu verdanken, dass derselben Erfahrungen wie diese erspart bleiben. Es lohnt sich einfach nicht für neun Millionen Menschen (und eine paar auch schwedisch sprechende Finnen) schlechte oder schlechtere Synchronisationen anzufertigen. Athmosphäre nachbearbeiten ist das eine, an deren 'Unechtheit' sind wir gewöhnt, schon aus jeder Original-Tonspur. Das ist eine Frage von (Kunst-) Handwerk und Gefühl der Geräuschemacher und Mischer, lippenunsynchrone Stimmen aber sind prinzipiell eine Katastrophe, um so erschreckender, dass wir vielen Deutschen uns daran so gewöhnen, dass die schmalzige Bruce Willis Stimme (und nicht die Manfred Lehmanns!) uns unnatürlich erscheint. Wobei mich wundert, wie er mit dieser Kindergärtnerstimme Rollen für Filme bekommt, die heißen..
Nun, da mir von vielen Stellen völliges Unverständnis für meine 2 Tage in Paris-Intoleranz entegegengebracht wurde und mir die Cinematheket die Chance bot 2 dagar i Paris zu sehen, als Vorpremiere für den schwedischen Markt, gab ich ihm eine zweite Chance. Um Daniel Brühl fand ich es zudem auch wirklich schade, so früh gegangen zu sein. Und siehe da, dieser Film hat Charme, der aus seiner Multikulturalität besteht, aus seiner Zuspitzung von sprachlichen Barrieren und kulturellem Analphabetismus. Aber wie soll ein Film Verständigungsprobleme 'authentisch' nachvollziehbar machen, wenn ich als Zuschauer alle meine Muttersprache sprechen höre? Zudem ist die Synchronisation in diesem Fall ausgesprochen misslungen, Frau Delpys Stimme ist so schon nicht unanstrengend, aber ihr deutsches Pendant geht zu weit!
Zugegeben, es ist es für einen Film und dessen Rezeption auch fatal, ausschließlich an Untertiteln kleben zu müssen, doch so wird in meinen Augen dem kleineren Übel der Vorzug gegeben.
1245 hingucker

Samstag, 22. September 2007

Zusammenfassung

Vier Besucher auf einmal bringen folgende Erkenntnisse:
  • Der Wohnheimzimmerfussboden reicht auch für fünf, wenn ich das Bett umstelle
  • ohne die Isomattenauslegware hallt es im Zimmer, das fällt erst auf wenn man den unterschied kennt
  • mit einem Tagesticket kann man bis zum Flughafen Arlanda fahren ohne extra zu bezahlen
  • Gesellschaftsspiele sind besser als die Bourne-Filme
  • wider Erwarten können fünf Personen in einem Zimmer bis 11.30 Uhr schlafen
  • ein gut gebräunter Wrap im Ofen löst den Feueralarm aus
  • Swebus fährt billiger nach Deutschland als Eurolines
  • Freunde in einen German Wings Flieger zu setzen fördert das Heimweh
  • vier Tage nichts für die Uni machen häuft Unmengen an Nachholaufgaben an
Folgende touristischen Angebote wurden abgehakt:
  • Vasamuseum: SEHR zu empfehlen
  • Uppsala, ist nicht ganz so schön wie all die vielen Tippgeber bescheinigen, sie ist auch nicht hässlich, eine nette kleine schwedische Stadt.
  • Die älteste Bäckerei Stockholms, nichts für Studenten oder Leute die so aussehen bzw. entsprechende Geldbeutel haben
  • Schären, na ja bis Vaxholm haben wir es geschafft, im Tagestickets incl. immerhin (additional Inf.: dort gibt es eine Minigolfanlage)
  • die Stockholmer Touristeninnenstadt natuerlich, das auch mehrfach
  • der Katharinahiss, ein Fahrstuhl der zu einem herrlichen Aussichtsturm fährt
die nächsten Besucher stehen kommenden Donnerstag an..
492 hingucker

Donnerstag, 20. September 2007

und schon wieder...

984 hingucker

Wie das Internet in mein Zimmer kam

nun, zunächst kaufte ich einen laptop, diesen betippe ich gerade. Eines erasmischen Abends bagab es sich, dass in meiner Wohnheimküche unter vielerlei Nationalitätet auch ein Brasilianer war .. oh Moment, von dem kaufte ich das Fahrrad, da er einen meiner vielen Nebensätze aufschnappte und fand, dass sein zu vieles Fahrrad gut zu meinem zu wenigen passen könnte. Recht hatte er. Der Abend ging geschäftig weiter. Es kam der deutsche Florian hinzu den ich mit einer weiteren Randbemerkung auf mich aufmerksam machte. Wie Laptop - ich verkauf meine olle Schuessel doch grad. Wie olle Schüssel?? Das klingt nach meinem Anspruch, eine bessere Schreibmaschine mit Internetanschluss.
Das war einfach, Schreibmaschine schreibt. Voller Enthusiasmus stöpselte ich meines Korridornachbarn Davids zu vieles Netzwerkkabel in die dafür vorgesehene Buchse ohne auch nur einen der rund 400 cent bezahlt zu haben in der Hoffnung, der Vormieter hat sich nicht abgemeldet. Ich rechnete damit, Pech zu haben. Und ich hatte Pech. Nicht so lucky wie all die vielen anderen um nich herum.. Nun, nach vier Tagen habe ich heute beschlossen, den Antrag fertig zu machen und die Internetbeauftragung in die Post zu geben. Den ausgefuellten Antrag steckte ich also in den dazugehörigen Umschlag, dessen Hinweis auf bereits bezahltes Porto mich hoch erfreute. Aber irgendwetwas ließ mir keine Ruhe, ich muste das Connection ding noch mal probieren. Und siehe da: es ward Internet!!!
Die Moral von der Geschicht ist ungeheuerlich aber so war ich ich tippe: die Post in Schweden kann ganz geheime Tricks - just Brief in Umschlag und im Herzen den festen Plan ihn wegzuschicken - läuft...

now: i'm on, folks!!!

EDIT: bisweilen hab ich den laptop nur noch nicht bezahlt und dem fahrrad brasilianer frederico muss ich auch noch die restlichen 100 kronen geben .. moment waren es nicht geldprobleme, die den einen damals hier den kopf kosteten? ich geh mal geld holen..
991 hingucker

Montag, 10. September 2007

update

in anlehnung an die hitzewallungen in Griechenland hier eine kurze Lagebeschreibung aus Stockholm:

Sonnenuntergang 19.28 Uhr
Temperatur nachts bei 7 Grad (wo ist der kringel ohne a drunter??)
heisst: ab 20.00 kein Buch mehr lesen ohne Kunstlicht. Kinofilme um 16.30 Uhr werfen einen nicht mehr bei Tageslicht aus dem Saal.

Ich habe schon meine Wintermuetze spazieren getragen. Winterjacke hab ich auch schon an, die deutsche, fuer den schwedischen Winter werde ich mich wohl noch nachruesten muessen. Es regnet viel. Soll wohl ueblich sein in schwedischen Herbsten. Die Bäume werden gelb und rot.Die Heizung funktioniert noch nicht.
Die Schweden scheinen den Sommer zum Bleiben ueberreden zu wollen, indem sie sich weiterhin kusr kleiden...
1716 hingucker

Freitag, 7. September 2007

quick info

1. Film:
Ingmar Bergmann, (Ueberaschung!): Wild Strawberries (Smultronstället)

1. Vorlesung:
a) lustiger kleiner Hörsaal mit schlechter Akustik, aber spannend und interessant. (ich kann der englischen Sprache folgen!)

1. Buecher:
Reader fuer entspannte 40 Euro (vll 300 Seiten stark)

1. Testergebnisse:
im placement-test zur Einstufung meines Sprachniveaus in Schwedisch erreichte ich Level 2 von 5 (mir auf die Schulter klopf) und werde ab nächster Woche 2 mal von 18-21oo Schwedisch haben -juhuu!

die dazugehörigen 6 Buecher werde ich in der Binliothek suchen, denn:

-Ich habe nun ein Fahhrad
-am Wochenende kaufe ich einen Laptop, gebraucht und langsam, aber ein browser, ein schreiberlingprogramm und eine musikabspielanlage reicht ja schon
-das fahrrad braucht noch licht
-ich bin im Besitz einer Mitgliedskarte der Cinemateket
fuer 65 Euro, die mich berechtigt jeden Film zu sehen, dem sie anbieten.(gestern war Vorpremiere fuer "2 dagar i Paris"

1. Besuch aus Deutschland:
gestern eingetroffen, jetzt starten die Touristischen Explorationen durch Sthlm

...muss jetzt in die Bib, lesen und Reader kaufen, 350 kronen... ALTER!
1700 hingucker

Mittwoch, 5. September 2007

Studieren mal anders

Morgen beginnen meine Lectures.

13.oo-15.oo: Screening, Bio Mauritz (Bio heisst Kino), sagt der Schedule.
Ja als Filmwissenschaftler treibt man sich viel im Kino rum..
"Wie hier schon mal vorab angekuendigt handelt es sich um schwedische Film und Fernsehkultur. Heute habe ich auch mein Learning Agreement unterschreiben lassen, dass angibt welche Kurse ich belege und bestätigt, dass sie mir an der Heimatuniversität angerechnet werden. Es ist nun auf dem Weg um vom eigenen Institut eine Unterschrift zu erhalten, von da weiter ans AAA geschickt zu werden, damit die es kopieren und abheften und mir das Original zurueckschicken, oder meinen Eltern und die schicken es dann zu mir.. Deutsche Klischees halten was sie versprechen..
Nun studieren geht hier etwas anders, was uns direkt am Anfang in der Einfuehrungsveranstaltung von der Vizekanzlerin der Universität Stockholm mitgetilt wurde. "This is not holiday". Man möchte das zunächst glauben, wenn man einen Blick auf meinen Stundenplan wirft. Weit ueber 8 Semesterwochenstunden komme ich nicht hinaus, davon besteht ein Drittel aus Filmsichtungen. Aber der Trugschluss liegt in der Gewichtung des Arbeitsaufwandes. Hauptanteil der Studierzeit wird hier dem Selbststudium zugeschrieben. Also nix mit Ferien in der vielen freien Zeit, die abzulegenden Pruefungen/ Hausarbeiten beschäftigen sich fast ausschliesslich mit der zu lesenden, nicht der empfohlenen Literatur. Die umfasst mal entspannte 1250 Seiten auf Englisch. Der zweite und dritte Kurs werden mir hauptsächlich schwedisch Literatur zufuehren.
Die Kurse liegen in Schweden nicht parallel, man studiert sie auch nicht ein ganzes Semester lang, sondern ueber einige Wochen. Mein erster Kurs geht nur bis Ende Oktober, dann mit etwas Ueberschneidung geht der zweite erst los.
Schön, dass ich die relevanten Artikel aus Buch Nummer eins in Trier schon gelesen hab, also doch noch ein paar Tage Ruhe vor dem Sturm..
1840 hingucker

Montag, 3. September 2007

next concerts...

Ohne viel Worte, dank dem neokommerziellen musikermissbrauch zur image-bildung grosser brands, wie zum beispiel hier nur diesmal von diesem bekleidungslabel wurde ich erneut in Stockholm zu kostenfreien Konzerten auf Riddarholmen eingeladen. Gross:

Soundtrack of our Lives:

soundtracks-of-our-lives1

soundtracks-of-our-lives


zum in den hintern beissen, weil ART BRUT verpasst
(Aufnahme aus Barcelona, gleiche Brandnummer, 1 Woche eher, Buehne sah ja eh genauso aus)
1046 hingucker

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